Gewalt und Rassismus
Rassismus – Arbeit
ist die gezielte und wirksame Intervention zur Vermeidung und Verringerung von Rassismus. Dabei geht es darum, sich mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu verständigen, dass Rassismus die Gleichwertigkeit von Menschen leugnet, um Menschen ”minderen Wertes” scheinbar legitimiert schädigen und verletzen zu können. Rassismus-Arbeit entwickelt, fördert und erprobt Zivilcourage.
Dazu gehört
- das Erkennen und Benennen von (alltäglichen) rassistischen Situationen und Ereignissen
- die Überprüfung und Korrektur eigener Positionen, Rassismen und Widersprüchlichkeiten
- die Entwicklung und Erprobung von Interventionsmöglichkeiten in rassistischen Situationen
- die Entwicklung von deeskalierenden Maßnahmen
- die Erweiterung von deeskalierenden Verhaltens- und Handlungsrepertoires
- die Entwicklung eines sozialen Klimas zur Überwindung von Rassismus
- die Entwicklung und Stabilisierung eines andauernden gesellschaftlichen Diskurses zum Rassismus, seinen Ursachen und Wirkungen und zum möglichen Abbau von Rassismus.
Mehr Informationen finden Sie unter:
Informationen zur Ausbildung der Gewalt Akademie Villigst zur/zum Deeskalationstrainer/in Gewalt und Rassismus
"Coole Monkeys"
- Von der Betroffenheit zur konstruktiven Bearbeitung von Mobbing.
- Den Alltag von Jugendlichen zum Thema machen.
- Lösungswege reflektieren, Courage und Alternativen entwickeln.

4 Kurzfilme zur Thematisierung von Mobbing und Gewalt mit didaktischen Arbeitsmaterialien für Lernprozesse in der Schule, in der Arbeit mit Eltern und in der Jugendarbeit.
Ein Projekt in Kooperation der Spiel- und Theaterwerkstatt Villigst und der Gewalt Akademie Villigst. mehr ...
Gewaltprävention
Dazu gehören
- das Erkennen und Benennen von Bedrohungs-, Konflikt- und Gewaltsituationen die Thematisierung von Gewalt in allen Erscheinungsformen
- die Einbeziehung authentischer Personen, die in der Lage sind, verletzende und zerstörerische Erfahrungen emphatisch zu vermitteln
- die Eröffnung von (sozialen) Erfahrungsfeldern, in denen junge Menschen selber herausfinden und begreifen können, welche Ursachen, Wirkungen und Spuren Gewalt hat und hinterlässt
- die Entwicklung eines sozialen Klimas zur Ächtung von Gewalt
- die Überprüfung und Korrektur eigener Positionen, Widersprüchlichkeiten und Gewaltpotenziale
- die Entwicklung und Erprobung von Flucht- und Interventionsmöglichkeiten in Bedrohungs- und Gewaltprozessen
- die Weiterentwicklung von deeskalierenden Verhaltens- und Handlungsrepertoires
- die Entwicklung und Stabilisierung eines andauernden gesellschaftlichen Diskurses zur Gewalt, ihrer Ursachen und Wirkungen und zu realisierbaren Gewalt-Deeskalations-Maßnahmen.
Sexualisierte Gewalt
Sexualisierte Gewalterfahrungen werden heute als traumatische Erfahrungen anerkannt. Ein Trauma ist eine extreme Erfahrung (wie z.B. Folter, Krieg), bei der jedermann die Fassung verlieren würde und die schwere Beschwerden zur Folge hat. Sexualisierte Gewalt geht einher mit Macht, Abhängigkeit und Gewalt und hat nichts zu tun mit Liebe, Zuwendung oder Sexualität. Solche Gewalt bedeutet die Verletzungen der Persönlichkeit von Mädchen und Jungen.
Prävention sexualisierter Gewalt
Eine gezielte präventive Arbeit in der Jugendarbeit hat als Voraussetzung und Basis die persönliche Auseinandersetzung mit den Spezifika von sexualisierter Gewalt, sodass Unsicherheiten, Angst und Sprachlosigkeit vor dem Thema bzw. Betroffenen überwunden sind.
In Abgrenzung zur therapeutischen Arbeit wird in der pädagogisch-präventiven Arbeit die Problematik ‘Sexualisierte Gewalt’ gegen Kinder und Jugendliche mit pädagogischen Methoden und kreativen Materialien (Rollenspiel, Malen, Selbstbehauptung, Wahrnehmen und Benennen von Gefühlen, Wünschen, Bedürfnissen) thematisiert.
Zielsetzung dieser Arbeit ist es,
- Jugendliche durch eine pädagogisch-präventive Arbeit in ihrer Selbstwahrnehmung und ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und ihnen Umgangsweisen bei Gefährdungen durch oder gar Betroffenheit von sexualisierter Gewalt zu vermitteln
- die Gruppenbildung von Jugendlichen, um den Austausch miteinander zu ermöglichen (Aufhebung von Isolation bei Betroffenheit), zur Verarbeitung beizutragen und gegenseitige Stärkung zu erleben
- Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren fortzubilden und zu beraten
- das Bewusstsein für die Problematik z.B. durch das öffentlich wirksame Engagement auch von Jugendlichen weiterzuentwickeln
Schutzauftrag und sexuelle Gewalt
Bei der Umsetzung des Schutzauftrages der Kinder- und Jugendhilfe nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz ist die Problematik der sexuellen Gewalt gegen Mädchen und Jungen neu in den Blick genommen worden. Gegen die Problematik der sexualisierten Gewalt gegen Mädchen und Jungen, Frauen und Männer sind in den vergangen Jahren aus verschiedenen Perspektiven Wissen und Handlungsstrategien entwickelt worden.
Es ist davon auszugehen, dass in der Kinder- und Jugendarbeit betroffene Mädchen und Jungen sind.
Durch eine Auseinandersetzung mit der Thematik sollte
- eine Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreicht
- präventiv Klarheit darüber erzielt werden, was grenzverletzendes Verhalten ist
- Handlungssicherheit für den Fall eines vermuteten oder erwiesenen Übergriffs getan werden.
Material für die präventive Arbeit:
Bücher wie „Die Maus, das Monster und ich", „Kein Küsschen auf Kommando" oder „Kein Anfassen auf Kommando sind ebenso geeignet wie das Kommunikationsspiel „Stück für Stück".
Dieses und weiteres Material gibt es beim Verlag Mebes und Noack, Köln (www.mebesundnoack.de )
„Bei uns nicht!?" heißt ein Handbuch, dass die Landesjugendkammer der Ev. Jugend Bayern und das Amt für Jugendarbeit der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern herausgegeben haben. Das Handbuch bietet Orientierung und Unterstützung für die Arbeit vor Ort. Mehr Informationen und eine Bestellmöglichkeit gibt es hier: (www.ejb.de/cms/index.php?id=313)
„Es fängt ganz harmlos an?" Im Hinblick auf die Prävention von sexuellem Missbrauch hat die Evangelische Gemeindejugend Baden einen Verhaltenskodex für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herausgegeben. Hier ist er zu lesen: (www.ejuba.de/website/publikationen/download-docs/bei_uns_nicht.pdf )
Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugen d in der BRD (aej) hat zur Umsetzung des Schutzauftrages in der Kinder- und Jugendhilfe Informationen zusammengestellt, die als download zu erhalten sind („Infothek" unter: www.evangelische-jugend.de )
Eine Handreichung zum Umgang mit sexueller Gewalt in der Kirche ist als Arbeitshilfe der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) zu erhalten: (http://www.frauenreferatekvw.de/Texte/Arbeitshilfe_2-2005.pdf )
Die „Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW" ( AJS) bietet Materialien, Veranstaltungen und Links: www.ajs.nrw.de
Auf dem Weg, die Thematik der sexuellen Gewalt in der Diskussion zu halten, werden Maßnahmen wie Verhaltenskodexe, Selbstverpflichtungen und Regelungen zum des Beschwerdemanagement entwickelt.
Über die Kampagne „!Achtung - gegen sexuellen Missbrauch bei den Johannitern" gibt es eine Arbeitshilfe der Johanniter Jugend, die u.a. Wissenswertes, Tipps für Gespräche mit potentiellen Opfern und Krisenpläne und auch eine exemplarische „Ehrenerklärung" enthält. (http://www.johanniter.de/org/juh/amt/jugend/jjugend/achtung/)
In dem Modellprojekt "Sichere Orte für Kinder" wurden (auf der Basis konkreter Erfahrungen und einer Auseinandersetzung mit Strategien pädosexueller Täter und Täterinnen) ein Regelwerk für die Beschäftigten entwickelt, das dem Schutz der Kinder vor Grenzüberschreitungen, Gewalt und sexuellen Übergriffen bieten soll. Diese Regeln wurden gezielt für einen Bauspielplatz in einem Stadtteil formuliert. Sie sind Teil einer Analyse der Organisationsstruktur und der Entwicklung der Kommunikation über die Thematik des sexuellen Missbrauchs. (www.netzwerkspielkultur.de )
Auf der website des Deutschen Jugendinstituts (www.dji.de) steht das „Handbuch Kindeswohlgefährdung nach § 1666 BGB und Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD)" als download zur Verfügung. Es werden z.B. grundlegende Begriffe geklärt und Handlungsanleitungen geboten.
Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.gewaltakademie.de/



