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Was tun gegen Rechts?

In einer Zeit, in der die Stimmen des Rechtsextremismus lauter werden, ist es wichtiger denn je, aktiv für Demokratie und gegen Rassismus einzutreten. Das Team der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Arnsberg in Villigst hat ein paar Fakten auf den Punkt gebracht: Aufrufe und Besuche von Demos gegen Rechtsextremismus sind wichtig! Um...

  • zu zeigen, dass Leute in ihrem Engagement gegen Rechtsextremismus und Menschenverachtung nicht alleine sind.
  • Um Solidarität zu zeigen mit Menschen, die die AfD am liebsten aus Deutschland abschieben würde.
  • Um ein Zeichen zu setzen, dass AfD Anhänger*innen nicht  'das Volk' repräsentieren, wie sie immer behaupten.
  • Um der Politik zu verdeutlichen, dass es keine Zusammenarbeit mit der AfD geben darf.


Doch auch darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten sich gegen Rechtsextremismus sowie für ein demokratisches und vielfältiges Miteinander einzusetzen. Hier einige Anregungen für Gemeinden, Gruppen und Einrichtungen:

Klare Positionierung
Grundlage ist eine klare Positionierung gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Antifeminismus. Eigene Projekte und Veranstaltungen zum Thema, eine Mahnwache oder der Aufruf zur Demonstration schaffen Sichtbarkeit und erreichen ein breites Publikum.

Aufklärung
Die AfD sitzt nicht nur in den Parlamenten, sondern hat mittlerweile in fast allen Regionen Ortsgruppen und Kreisverbände. Eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Strukturen kann ein guter Anknüpfungspunkt für lokales Engagement sein. Aufklärung, Dokumentation und Gegenprotest sind auch auf dieser Ebene notwendig.

Perspektive von Betroffenen in den Blick nehmen und solidarische Verbündete sein
Wichtig ist es, die Perspektive derer wahrzunehmen, die Rassismus oder Antisemitismus als Betroffene erleben und ihnen zuzuhören. Der Einbezug ihrer Erfahrungen und damit verbundener Forderungen ist notwendiger Bestandteil einer ernstgemeinten Auseinandersetzung. Dazu gehört auch ein solidarisches Eintreten für die Belange Betroffener und das Bereitstellen von Räumen und Ressourcen.

Bildungsangeboten
Eine fundierte Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Rechtsextremismus kann durch die Nutzung von Bildungsangeboten unterstützt werden. Die Schaffung passender Formate zur Sensibilisierung oder Qualifizierung von Haupt- und Ehrenamtlichen bietet auch für jene einen Einstieg, die sich bisher noch nicht tiefergehend mit der Thematik beschäftigt haben.


(zivilgesellschaftliche) Vernetzung  über die eigenen Organisationsstrukturen hinaus.
Die Mitarbeit in lokalen Bündnissen und Zusammenarbeit mit Migrant*innenselbstorganisationen stärkt das demokratische Gemeinwesen und die Stimmen Betroffener. Zudem kann hier auch Wissen über die extreme Rechte vor Ort gebündelt und ein gemeinsames Vorgehen abgestimmt werden.

Widersprechen!
Ob im eigenen Verein, im Gespräch mit Nachbar*innen, Freundeskreis oder auf Social Media: diskriminierende und menschenverachtende Äußerungen sollten nicht unwidersprochen bleiben. Es ist wichtig, diese nicht zu ignorieren, sondern Gegenrede zu üben. Ansonsten besteht die Gefahr, dass diese Positionen normalisiert und anerkannt werden. Nicht immer geht es dabei darum, den oder die Gegenüber zu überzeugen. Wichtiger ist oft, gegenüber Umstehenden, die unsicher sind, deutliche Positionierungen, gute Argumente und eine klare Haltung zu zeigen.


(Einige Beispiele zur praktischen Auseinandersetzung mit Rassismus und Rechtsextremismus im kirchlichen Raum bietet die Broschüre "(K)eine Frage des Glaubens" herausgegeben von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus, die sich in Trägerschaft des Amtes für Jugendarbeit EKvW befindet. )

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Verwendungszweck: Evangelische Jugend 08.5.2022

Spenden sind auch außerhalb der Konfirmationszeit das ganze Jahr möglich. (Das Datum 25.4.2021 dient nur der internen Zuordnung.)

 

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