DJ im Wandel

Wandel im Freiwilligendienst der westfälischen Landeskirche

Im nächsten Jahr wird das Diakonische Jahr, das Freiwillige Soziale Jahr und der Bundesfreiwilligendienst der Evangelischen Kirche von Westfalen, 60 Jahre alt. Gerade in den letzten 5 bis 7 Jahren gab es im Bereich des Freiwilligendienstes rasante Veränderungen. Zu den wichtigsten Neuerungen gibt Ute Gerdom, Leiterin des Diakonischen Jahres im Amt für Jugendarbeit der EKvW, im Gespräch Auskunft.

Frau Gerdom, was war in den vergangenen Jahren die einschneidenste Veränderung in Ihrer Arbeit?

Gerdom: Das war eindeutig die Einführung des Bundesfreiwilligendienstes. So sehr wir die Möglichkeit begrüßen, dass dadurch die Zahl der Plätze und die Vielfalt der Einsatzbereiche zugenommen hat, führte das ganze Verfahren jedoch dazu, dass sich unser Verwaltungsaufwand grob geschätzt verdoppelte. Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben fordert uns mit immer neuen Regularien ganz schön heraus. Das ist auch eine deutliche Forderung der Evangelischen Freiwilligendienste deutschlandweit  im Hinblick auf die Bundestagswahlen im September: Weniger zentral steuern! 

Das Diakonische Jahr bietet 300 jungen Menschen jährlich die Gelegenheit, sich in einer Einrichtung der Kirche oder Diakonie Vollzeit zu engagieren. Inwiefern haben sich die angebotenen Einsatzfelder verändert?

Gerdom: Traditionell waren die Einsatzbereiche Behinderten- und Altenhilfe  sehr stark vertreten. In den letzten Jahren haben wir verstärkt Stellen in der Evangelischen Kinder- und Jugendarbeit  für uns gewinnen können.  Zum einen entspricht der Arbeitsbereich ganz klar den Zielen und Vorstellungen der Bewerberinnen und Bewerber, zum anderen ist es uns so möglich die Jugendarbeit in den Gemeinden und Kirchenkreisen zu stärken. Mir liegt besonders am Herzen, dass langfristig ein ausgewogenes Angebot der gesamten Palette sozialer Arbeit in unseren Einsatzstellen zur Verfügung steht.

Was steht gerade ganz aktuell bei Ihnen an?

Zum einen: Wir starten nach Argentinien! Im August 2017 entsenden wir erstmals in Kooperation mit dem Amt für MÖWe (Amt für Mission und kirchliche Weltverantwortung der Ev. Kirche von Westfalen) fünf junge Freiwillige nach Argentinien. Dort absolvieren sie in Jugendzentren, Schulen und Kindertagesstätten ihr „Diakonisches Jahr International“. In Buenos Aires gibt es von der Ev. Kirche am La Plata (IERP) eine Freiwilligenagentur, die für uns die pädagogische Begleitung der Freiwilligen dort vor Ort übernimmt. Im Gegenzug dazu reisen jedes Jahr im Februar junge Leute aus der IERP nach Deutschland, um hier einen Freiwilligendienst in evangelischen Kirchengemeinden durchzuführen.

Zum anderen ist wie jedes Jahr um diese Zeit unser Bewerbungsverfahren in vollem Gange. Aktuell können wir noch für die jungen Leute die volle Auswahl an Einsatzstellen bieten. Hiermit sei eine herzliche Bitte ausgesprochen, junge Menschen auf unser Angebot aufmerksam zu machen. Alle nötigen Informationen gibt es auf unserer Internetseite www.diakonisches-jahr-westfalen.de

Wird denn der 60. Geburtstag auch gefeiert?

Gerdom: Selbstverständlich! Alle Freundinnen und Freunde des Diakonischen Jahres sind herzlich zu einem großen Jubiäumsfest eingeladen, um sich wiederzusehen und gebührend zu feiern. Schon mal vormerken: der Termin ist der 05. Mai 2018 in Schwerte - Haus Villigst.

Das Gespräch führte Anja Lukas-Larsen, Amt für Jugendarbeit der EKvW

Diakonisches Jahr bedeutet: Selbst erleben! Während des Seminars mit dem Rolli in die Stadt, um selbst eine Vorstellung zu bekommen, wie kompliziert das sein kann.
Neu beim Diakonischen: Seit 2017 können sich Freiwillige über das Diakonische Jahr auch in Argentinien engagieren.
Auf der Suche nach dem Durchblick...
Die Umstellung zum BFD hat auf jeden Fall eines gebracht: mehr Männer! Im Jahr 2010 machten 68 junge Männer ein Diakonisches Jahr in Westfalen, 2017 sind es 115.
Neben einer starken Berufsorientierung spielte die Persönlichkeitsbildung im Diakonischen Jahr schon immer eine große Rolle. Dies wurde in den letzten Jahren noch verstärkt. Dazu gehören auch die Fragen nach der eigenen Rolle im Team und Teamarbeit. Auch die wird im Seminar mit praktischen Übungen getestet.
Interkulturelle Bildung - Aktuell kommen die Teilnehmenden am Diakonischen Jahr aus ganz unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Im Seminar stellen sie ihre Wurzeln den anderen Teilnehmenden farbenfroh vor. Mukadaf und Farkhunda berichten hier über ihre Heimat Tadschikistan.

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