Gedenkstättenfahrt Israel

Ehrenamtliche Delegierte der Kirchenkreise auf Gedenkstättenfahrt in Israel

13 ehrenamtliche Delegierte zur Evangelischen Jugendkonferenz von Westfalen (EJKW) begaben sich am Anfang des neuen Jahres für eine Woche auf Gedenkstättenfahrt nach Israel. Unter der Leitung von Hendrik Meisel (stellv. ehrenamtlicher Vorsitzender der EJKW) und Julia Kreuch (Vorstand EJKW) erkunden die jungen Erwachsenen Jerusalem, Jericho und Umland. 

Inhalt der Gedenkstättenfahrt ist vor allem auch die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, der Shoa/ Holocaust und seiner Folgen. Dazu besuchten sie verschiedene Orte in Jerusalem, wie zum Beispiel Yad Vashem (dt. Denkmal und Name), der "Gedenkstätte für Holocaust und Heldentum". Nach einer Führung durch das Museum des Holocaust und einer eigenen Interessenvertiefung steht ein Zeitzeugengespräch auf dem Plan. "Wir freuen uns besonders, dass wir die Gelegenheit bekommen, mit einem der letzten noch lebenden Zeugen aus der damaligen Zeit zu sprechen, der uns einen persönlichen und authentischen Einblick gewährt", sagt Hendrik Meisel, der schon mehrere Gedenkstättenfahrten in Israel, Polen oder Deutschland organisiert hat.

Danach geht es für die jungen Erwachsenen in den nächsten Tagen um die Gründung des Staates Israel und den dadurch entstandenen Konflikt mit Palästina. Hierzu gibt es unterschiedliche Gespräche, einen Besuch in der Knesset und verschiedene Begegnungen im Westjordanland. "Uns ist es wichtig die Teilnehmenden für die unterschiedlichen Positionen zu sensibilisieren und sie zugleich für diese Themen und das Land Israel zu begeistern", ergänzt Julia Kreuch. Die besondere Vielfalt dieser Fahrt liegt in den Erfahrungen zwischen Mittelmeer und Jordan, zwischen biblischen Stätten und gegenwärtigen Museen, Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Christen, Muslimen und Juden - und der generellen Frage nach einem gemeinsamen möglichen Frieden.

"Dieses Land gemeinsam zu erleben, verbindet uns und schafft Gemeinschaft", sagt Kreuch, und Hendrik Meisel ergänzt, dass man nirgendwo so viel lernt, wie vor Ort, bei den Menschen.

Hendrik Meisel

Passport Check vor der Abreise im Bus.
Jule und Hendrik auf dem Berg der Versuchung.
Ein Teil der Gruppe am Toten Meer.