Gender

Gender

Unter Gender wird im Allgemeinen das soziale Geschlecht verstanden. Das biologische Geschlecht zeigt männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale, das soziale Geschlecht wird oft durch gesellschaftliche und kulturelle Vorgaben bestimmt. Wie hat sich ein Mädchen oder ein Junge zu verhalten? Um das soziale Geschlecht vom biologischen Geschlecht zu trennen, gibt es die Genderforschung und auch die Genderpädagogik. Rollenzuschreibungen aufgrund des Geschlechts werden aufgehoben. Mädchen und Jungen werden ermutigt sich bewusst mit anderen Rollen auseinanderzusetzen.

Was bedeutet eigentlich LSBTIQ*?

L -
bedeutet lesbisch, also Mädchen*, Frauen* und weiblich gelesene Personen, die gleichgeschlechtlich lieben.

S -
bedeutet schwul, also Jungen*, Männer* und männlich gelesene Personen, die gleichgeschlechtlich lieben. Diese Personen sind homosexuell, während heterosexuelle Personen eine Person des anderen Geschlechts lieben. 

B -
steht für bisexuell und umfasst Personen, die sowohl gleichgeschlechtlich als auch andersgeschlechtlich lieben. 

T -
bedeutet trans. Diese Personen können sich mit ihrem von Geburt an zugewiesenen Geschlecht nicht identifizieren. Trans-Mädchen* sind demnach mit Merkmalen eines Jungen zur Welt gekommen und fühlen sich aber als Mädchen*. Bei Trans-Jungen* ist es umgekehrt. Einige Transpersonen entscheiden sich für eine geschlechtsangleichende Operation, andere nicht. 

I -
steht für Intersexuell und das sind Personen, die sowohl mit männlichen als auch mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen zur Welt gekommen sind. Inter-Personen entscheiden sich manchmal für ein Geschlecht, einige leben aber mit beiden Geschlechtsmerkmalen.  

Q -
bedeutet queer und wird von Personen benutzt, die die zweigeschlechtliche heterosexuelle Norm, also Mann – Frau, ablehnen. Häufig wird queer auch als Umschreibung der sexuellen Orientierung benutzt, wenn Heterosexualität abgelehnt wird.  

* -
Das sogenannte Gendersternchen wird häufig an einen Geschlechtsbegriff angefügt. Damit sollen Menschen mitgedacht werden, die sich nicht direkt als Mann oder Frau bezeichnen würden, sich aber dennoch weiblich oder männlich gelesen fühlen. 

 

Eine andere Schreibweise ist der _ oder auch ein : Der Doppelpunkt wird als lesefreundlicher erklärt, weil er z.B. für blinde Menschen nicht als Doppelpunkt, sondern als Pause vorgelesen wird. Sternchen und Unterstrich werden auch so vorgelesen. Eine einheitliche Form gibt die deutsche Rechtschreibung bisher nicht vor. 

Nicht-binär – ist eine weitere Beschreibung neben queer, die Personen wählen, die weder als Mann noch als Frau gelesen werden möchten. Das binäre, also zweigeschlechtliche Denken, wird abgelehnt. 

CIS – oder auch cisgeschlechtlich ist eine Bezeichnung für Menschen, die sich mit ihrem angeborenen Geschlecht identifizieren. Eine mit männlichen Geschlechtsmerkmalen geborene Person bezeichnet sich demnach als Mann und identifiziert sich mit männlichen Zuschreibungen. 

Pronomen – wie er/sie oder sein/ihres nehmen die Zweigeschlechtlichkeit auf, so dass anders gelesene Personen sich damit nicht identifizieren. Sie geben entweder kein Pronomen an oder z.B. they und them aus dem englischen und nin, sier oder xier. 

Ansprechpartner/in im Amt für Jugendarbeit der EKvW

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Fax 0 23 04 - 755 -248
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Renato Liermann
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Waltraud Lipps
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