Offene Arbeit

Offene Arbeit

Aufgaben und Ziele Offener Arbeit in Westfalen 
Offene Arbeit war und ist eine sinnstiftende Antwort auf die Lebenssituation und Lebenswelt junger Menschen. In der Regel geschieht sie einrichtungsbezogen, sozialräumlich orientiert, professionell begleitet, langfristig konzipiert und in gemeinsamer Verantwortung mit dem öffentlichen Träger der Jugendhilfe (Jugendamt).

 

 

Ministerin Ute Schäfer im Gespräch mit Jugendlichen aus dem Jugendzentrum Shalom in Lippstadt

Offene Arbeit ist ein Zeugnis des Evangeliums
Dies wird sichtbar in einer einladenden Offenen Kirche, im Respekt vor der Würde jedes Menschen und in der Übereinstimmung von Glauben, Leben, Reden und Handeln.
Offene Arbeit orientiert sich an den Stärken, Kompetenzen und Eigenarten junger Menschen, nimmt sie in ihren Suchbewegungen,  Problem- und Lebenslagen ernst und entwickelt, organisiert und bietet gemeinsam mit ihnen:Geborgenheit, vertraute Partner/innen, Zusammengehörigkeit, Selbstdarstellung, Selbstwertgefühl, Begleitung in die (berufliche) Zukunft, Klärung von Zukunftserwartungen und gesellschaftlichen Widersprüchen, Orientierung, Entwicklung und Stabilisierung von Anerkennung und eigener Stärke, interkulturelle Lernprozesse, Raum zum ”auspowern”, Zeit für Irrwege und Atmosphäre um Ruhe zu finden.


Ziele
Dabei zielt sie ab auf

  • die Stabilisierung der Persönlichkeit (Ich-Stärkung)
  • die Einbindung in soziale Gruppen (Identität und Integration)
  • die Entwicklung persönlicher, sozialer und wirtschaftlicher Perspektive (Sinn und Orientierung)
  • die sinnhafte Gestaltung von Freizeit und freier Zeit (Kompetenz)
  • die Beendigung von Ausgrenzungs- und Verelendungsprozessen und die gesellschaftliche Partizipation von Kindern und Jugendlichen
  • Realitätskonfrontation, Reibungsprozesse und Horizonterweiterung

Zielgruppen
Mädchen, Jungen und Jugendliche aus allen gesellschaftlichen und kulturellen Gruppen, insbesondere jene, denen gesellschaftliche und kirchliche Teilhabe bisher nicht hinreichend ermöglicht wurde. Dazu gehören heute vor allem auch Kinder und Jugendliche aus Zuwanderer-, Flüchtlings- und Aussiedlerfamilien ebenso wie solche aus Familien in sozialen Notlagen oder mit z.B. arbeitslosen Eltern.
 
 
Methoden / Inhalte
Aufgabe Offener Arbeit ist es, flexibel und gemeinsam mit Mädchen, Jungen und Jugendlichen Erfahrungs- und Erlebnisräume zu eröffnen und zu beschreiten. Dazu bedient sie sich aller bekannten Methodenrepertoires wie z.B. Gruppenarbeit, Bildungsarbeit, projektorientiertes Arbeiten, Theater- und Kulturarbeit, Freizeiten, Ferienspiele, Wochenendveranstaltungen, Exkursionen, aufsuchende (akzeptierende) Arbeit, Streetwork usw.. In der Regel kennzeichnet sie sich auch durch einrichtungsbezogene niederschwellige Angebote wie Café, Kicker, Billard, gemütliche Räumlichkeiten, Mädchen- und Jungenräume, Disco usw. um Kindern und Jugendlichen den Zugang zu erleichtern. Dabei geht es darum, Mädchen, Jungen und Jugendliche so zu stärken, dass sie ihre (eigenen) Sachen selber klären können.
In der Regel wird die Offene Arbeit von Teams ehrenamtlich tätiger Mitarbeiter/innen und einer Gruppe von Honorarkräften mitgetragen und von hauptamtlichen Mitarbeiter/innen begleitet und verantwortet.
 
Neben der einrichtungsbezogenen Offenen Arbeit existieren in vielen Kirchengemeinden und Jugendverbänden auch Offene Formen evangelischer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Dies sind z.B. Aktionstage und –wochen, Treffs, Cafés, Projekte und wohnumfeldnahe, sozialräumliche und niederschwellige Angebote, die i.d.R. an den Orten der Jugendarbeit (z.B. Gemeindehaus) praktiziert werden, um bisher kaum erreichte Kinder und Jugendliche einzuladen und an den vielfältigen Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit teilhaben zu lassen.
 

Mehr Informationen finden Sie unter: www.elagot-nrw.de

 

Essentials Offener Arbeit: Die Menschen Stärken (PDF)

Ansprechpartner im Amt für Jugendarbeit der EKvW

Diakon Björn Langert
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Melanie Leder
Telefon: 0 23 04 - 755 - 390
Fax: 0 23 04 - 755 -248
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