EJKW 2009

EJKW - Evangelische Jugendkonferenz von Westfalen 2009

Globales und Ökumenisches Lernen neu im Blick Evangelische Jugendkonferenz von Westfalen (EJKW) setzt sich mit Globalisierung auseinander.

Evangelische Jugend besetzt wichtige Rolle in der Gestaltung der weltweiten Herausforderungen von morgen.

„Globales und Ökumenisches Lernen - wir leben auf einem Planeten" war das Thema der diesjährigen Jugendkonferenz (25.-27.09.), das sich die Delegierten aus den Kirchenkreisen und Verbänden gesetzt hatten. Die EJKW konnte im Fortgang der Tagung die Notwendigkeit des Globalen und Ökumenischen Lernens für jeden Menschen und für jede Gemeinschaft durch Gäste exemplarisch in großer Vielfalt erfahren. So war Dr. Fidon Mwombeki, Generalsekretär der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), unter den Gästen und berichtete über die Probleme aus seiner Sicht.
(Foto: Prof. Dr. Oesselmann, Erich Reinke, Dr. Fidon Mwombeki,Thomas Dreessen.  vlnr)

Die Evangelische Jugend will ihre bisherigen Aktivitäten intensivieren und ausbauen, mit Menschen anderer Völker, Kulturen und Religionen verantwortlich auf unserem Planeten Erde zu leben, teilte heute das Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen mit.
Die Bewahrung der Schöpfung, weltweite Gerechtigkeit und Frieden gehörten untrennbar zusammen.
Die Delegierten setzten sich abschließend zum Ziel, dafür Sorge zu tragen, dass junge Menschen Gelegenheiten in ihren Sozialräumen und im Rahmen der Evangelischen Jugend finden, sich in Projekten und Aktionen zu engagieren, in denen sie sich an der verantwortlichen Gestaltung des globalen Lebens beteiligen können.

Ohne Jugend geht es nicht
Neben Workshops, in denen Gäste von ihren eigenen Erfahrungen in anderen Ländern, spezifischen Problemlagen und Projekten berichteten, hielt Prof. Dr. Dirk Oesselmann (Evangelische Hochschule Freiburg) einen einleitenden Fachvortrag. Dieser betonte die besondere Stellung der Evangelischen Jugendarbeit bei der Bewältigung globaler Herausforderungen. „Die Jugend ist der Kernbereich von Kirche - ohne Jugend wird es auch keine Kirche von morgen geben", so Oesselmann. Evangelische Jugendarbeit stärke die Kultur des verantwortlichen, lokalen Handelns und eröffne damit den ureigensten Auftrag christlicher Gruppen „statt sich mit sich selbst zu beschäftigen - die Fülle der Botschaft in die Welt ausstrahlen zu lassen".
(Foto: Prof. Dr. Oesselmann veranschaulicht seine Position: "Jugend hat eine Vorreiterposition")

Ausstattung mit Möglichkeiten
Zu Gast war ebenfalls Dr. Johanna Will-Armstrong, zuständige Landeskirchenrätin für die Jugendarbeit der westfälischen Landeskirche. Sie plädierte dafür, die Kirche müsse den jungen Menschen die Möglichkeit geben, Freiräume zu entdecken und andere Wege ausfindig zu machen.

(Foto: Engagiert schilderte die Landeskirchenrätin ihre Sicht auf Globalisierung und die Rolle der Jugendarbeit.)

Ein neues Wort - aber kein ganz neues Thema
Zahlreiche Projekte und Initiativen, die globales Handeln beinhalten, bestehen bereits in Westfalen und teilweise schon seit vielen Jahren unter dem Titel „Eine Welt Arbeit". Allein über 100 wurden in der Vorbereitung auf die EJKW zusammengetragen. Die Herausforderungen, die aber unter dem Begriff Globalisierung subsumiert sind, beinhalten eine weiterreichende Dimension. Um die Nachhaltigkeit des Arbeitsgebietes zu sichern, zu stärken und Vernetzungen zu unterstützen, sprach sich die EJKW dafür aus, die Personalstelle „Koordinator Jugend und Eine Welt", derzeit befristet besetzt mit Peter Bednarz im Amt für Jugendarbeit der EKvW, dauerhaft zu fördern.

 

Fotos aus den Workshops

 

Workshop "Freiwilligendienste im In- und Ausland" - Diakonisches Jahr. Referentin im Diakonischen Jahr Mirjam Kirsch berichtet der Gruppe von den Rahmenbedingungen des Freiwilligendienstes der Evangelischen Kirche von Westfalen in Deutschland. Über die Möglichenkeiten und Grundlagen eines Diakonischen Jahres im Ausland berichtete Anja Scheider von den Evangelischen Freiwilligendiensten Hannover. Beide Programmes eröffnen jungen Menschen die Chancen zum ökumenischen und globalen Lernen.

 

 

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