Max auf der Gamescom

NEWS4U-Nachwuchsreporter berichtet von der GamesCom in Köln

Max Schlösser, Teilnehmer der NEWS4U Runde No.6

Computerspiele und Jugendschutz
Zum dritten Mal fand vom 17.-21. August 2011 die große Computerspielmesse Gamescom  in Köln statt.


Mittendrin dabei war der siebzehnjährige Max Schlösser aus Alsfeld bei Aachen. Nicht nur als Besucher, sondern auch als Reporter. Im letzen Jahr hatte er als jüngster Teilnehmer das Journalistentraining NEWS4U der Evangelischen Kirchen im Rheinland und in Westfalen abgeschlossen. Das journalistische Handwerk, das er dort gelernt hatte, konnte er jetzt als Nachwuchsreporter auf der GamesCom anwenden. Ausgestattet mit Aufnahmegerät und Schreibblock schrieb er Presseartikel und führte Interviews.
Lesen Sie hier seinen persönlichen Erfahrungsbericht.
Ein wichtiges Thema bei allem, was mit Computerspielen zu tun hat, ist der Jugendschutz. Inzwischen ist es gängige Praxis in Deutschland, dass alle Spiele eine Alterskennzeichnung haben müssen, ab wann sie gespielt werden dürfen. Diese Aufgabe  übernimmt die USK, ( www.usk.de) Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, in Berlin. Als „ständiger Vertreter der obersten Landesjugendbehörden“  ist der Diplom-Psychologe und Fachreferent für Jugendschutz  Jürgen Hilse seit 2003 zuständig für die Prüfung und Alterskennzeichnung von Computer- und Video-Spielen.
Wie genau das funktioniert, erklärt Jürgen Hilse im Audio- Interview  mit Max Schlösser.
Mehr zum Thema Computerspiele und Jugendschutz vermittel die Mekonet-Fachtagung am 28.September 2011 in der Diakonie RWL in  Münster. Die Fortbildung richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen sowie an alle Interessierten aus der Kinder- und Jugendarbeit. Als Fachreferenten mit dabei sind Jürgen Hilse von der USK, Horst Pohlmann vom Institut Spielraum der Fachhochschule Köln, Anja Zimmermann vom Jugendschutzportal (www.jugendschutz.net) , Siggi Wolf vom Jugendamt Kleve und der Medienpädagoge Tobias Schmölders. Die Tagung will grundlegende Informationen vermitteln und möglichst praxisnahe Handlungsmodell und Lösungsansätze vorstellen.


Mehr Informationen finden Sie hier. (www.ajs.nrw.de)


Jutta Hölscher/ 5.9.11

GamesCom geht in die dritte Runde

Eindrücke von der GamesCom

Schon zum dritten Mal findet die GamesCom nun in Köln statt. Fünf Tage lang können die Spieler ihre Lieblingsgames wieder antesten, sich mit anderen austauschen, die neusten Trends beobachten und jede Menge Spaß haben.

Die GamesCom (GC) startet in diesem Jahr zum dritten Mal in Köln. Ganze vier Tage lang können sich die Besucher in den fünf Hallen austoben. Natürlich dreht sich dort alles rund ums Gaming und alle großen Namen der Branche sind wieder mit dabei: Microsoft, Sony, Nintendo, Blizzad und Electronic Arts sind nur einige der gut 550 Aussteller.
Es ist das Jahr der Fortsetzungen. Hinter den meisten Titeln steht in diesem Jahr eine Zahl: „Battlefield Bad Company 3“, „Mass Effect 3“, „Grand Tourismo 5“ oder „Anno 2070“. Nun gut, hinter Anno steht immer eine Zahl doch im Grunde ist dies der fünfte Teil der Reihe. Und dennoch, die Gamer stört es kaum, denn auch in diesem Jahr werden sie sich wieder bis zu vier  Stunden die Beine in den Bauch stehen, um auch nur 15 Minuten ihres Lieblingsspiels testen zu können.
Der allgemeine Trend aus den letzten Jahren setzt sich aber auch in diesem Jahr fort. Spiele sollen immer realistischer werden. Um das zu erreichen, arbeiten die Hersteller derzeit in zwei Richtungen: Interaktives Gameplay und 3D Technologie. Ersteres ist schon etwas länger auf dem Markt, wenn man z.B. an Nintendos Wii und die Bewegungssteuerung Kinect für die XBOX 360 denkt. Allerdings fehlt hier noch der große Durchbruch für Hardcore Titel, die man mehrere Stunden spielen kann. Microsoft versucht zwar aktuell mit einem weiteren „Star Wars“ Ableger die Zocker an Kinect heranzuführen, allerdings kommt das Spiel auf der GC noch sehr jungfräulich daher. Bei Bewegungssteuerung wird es also erst mal hauptsächlich Partyspiele zu kaufen geben. Ganz im Gegensatz zu 3D. Wie bei Filmen sollen nun auch immer mehr Spiele in 3D umgesetzt werden. Ganz vorne mit dabei ist Nintendos 3DS. Dies ist die erste Konsole mit 3D Technologie und dass ganz ohne Brille. Erfreulicherweise funktioniert das recht gut und so hat Nintendo auf der GC eine Großoffensive mit dem neuen Handheld gestartet.
Das einzige Hardware- Highlight bleibt aber der neue Handheld PlayStation Vita von Sony. Sie ist der offizielle Nachfolger der PSP und soll Nintendo endlich vom Thron der portablen Spiele-Konsolen stürzen. Auch die PS Vita kann auf der GC getestet werden, allerdings ist hier etwas Geduld erforderlich.
Bei den Spielen selbst gibt es leider weniger Überraschendes. Die großen Neuankündigungen wurden alle schon vor wenigen Wochen auf der E3, der zweitgrößten Spiele-Messe der Welt, veröffentlicht. Obwohl für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, ist die E3 auf dem weltweiten Markt wichtiger als die GamesCom und wird daher meistens für die größten Neuankündigungen genutzt. Auf der GC hingegen gibt es dafür aber auch alt Bewährtes. Vor „Battlefield: Bad Company“ standen die Journalisten schon am Fachbesuchertag Schlange, was sich allerdings zu lohnen scheint. Auch „Diabolo 3“ lockt in diesem Jahr wieder mit langen Warteschlangen und „Halo: Combat Evolved Anniversary“ wird alte XBOX Veteranen begeistern.
Wie in jedem Jahr wird auch in diesem Jahr so mancher Erstbesucher über die schönen, bunten, schrillen und stielvoll gestalteten Stände der Aussteller erstaunt sein. Doch wer schon öfters auf der GC war, der wird enttäuscht. Denn nun schon im dritten Jahr in Folge bauen die meisten Firmen die gleichen Stände auf wie im Jahr zuvor, nur umdekoriert. Besonders ärgerlich ist dabei zu wissen, dass die großen Hersteller sich auf der E3 in Los Angeles immer wieder neue Stände leisten.
Dennoch, die GamesCom ist und bleibt das Highlight für jeden, der etwas mit Videospielen anfangen kann. Doch auch für die, die sich mit dem ganzen Thema nicht anfreunden können, zum Beispiel die mitgeschleppte Freundin, hat die GC was zu bieten. Auf mehreren Outdoorflächen gibt es Angebote aus Spiel, Sport und Unterhaltung. Besonders interessant ist auch der GamesCom Campus in Halle 8. Hier hat jeder die Möglichkeit sich über Jobs in der medialen Welt zu erkundigen. Und wenn besagte Freundin dann doch mal zocken will, gibt es für alle nicht Hardcore-Gamer auch jede Menge Party-Games wie „Singstar“ oder „Just Dance 3“.
Auch in diesem Jahr hat die GamesCom also viel zu bieten: Wenn man mal von dem mittlerweile langweiligen Stände-Design, dem überteuerten Essen oder den langen Wartezeiten absieht, kann jeder hier eine Menge Spaß für mehrere Tage haben.

Max Schlösser, NEWS4U No.6

Im Einsatz: Interview mit Präses Kurschus.

 

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