Kinder- und Jugendbericht der Jugendkammer 2012

Evangelische Jugend ist gefragt - Bericht der Jugendkammer über die Evangelische Jugendarbeit Westfalen

Die Jugendkammer Mitglieder (v.l.) Hans-Werner Ludwig, Regina Kaiser und Andreas Czubaj zufrieden über die neue Handreichung für die Jugendarbeit  "Glauben leben lernen".
Die Jugendkammer Mitglieder (v.l.) Hans-Werner Ludwig, Regina Kaiser und Andreas Czubaj zufrieden über die neue Handreichung für die Jugendarbeit "Glauben leben lernen".

Erstmals legt die Jugendkammer der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) einen Kinder- und Jugendbericht vor, der auch Zahlen zur Teilnahme an den Angeboten Evangelischer Kinder- und Jugendarbeit in Westfalen enthält. Demnach verzeichnete der Evangelische Jugendverband insgesamt 649.000 Besuche an 33.829 Veranstaltungen, wie Samstag (02.06), anlässlich des Jahrestreffens der Jugendpresbyterinnen und -presbyter Westfalens in Haus Villigst, Schwerte mitgeteilt wurde.

Arbeit nicht vergebens
"Wir denken nicht nur, dass unheimlich viel in der Evangelischen Jugend stattfindet - jetzt wissen wir es auch “, so Udo Bußmann, Landesjugendpfarrer der EKvW und Vorsitzender der Jugendkammer während der Vorstellung des neu erschienen Berichts.
„Die vorliegenden Zahlen überraschen uns zugegebenermaßen selbst ein wenig“, erläuterte dieser. „Vieles haben wir geahnt, aber jetzt haben wir es schwarz auf weiß - wir arbeiten keinesfalls vergebens! Wir stellen ein starkes Stück Protestantismus dar und die Vielfalt der Aktivitäten ist beeindruckend.

„Wir können Gruppe“
Differenziert wurden die Zahlen im Bericht mit dem Titel „Glauben leben lernen“ nach den Angebotsformen Gruppen und Kreise, Veranstaltungen und Projekte, sowie Maßnahmen im Allgemeinen.
Bemerkenswert erscheint die hohe Zahl an Besuchen in festen Gruppenangeboten. Langläufig gilt die Gruppenarbeit in der pädagogischen Arbeit als zunehmend schwierig, da sich immer weniger junge Menschen längerfristig festlegen wollen. Dennoch erreichen die Angebote der westfälischen Landeskirche für die jüngere Generation hier eine Besucherzahl von 43.568 an nach wie vor 3.109 bestehenden Gruppenangeboten.

Veranstaltungen und Projekte

Zu erwarten hingegen war die Zahl von 557.331 Besuchen an 29.000 Veranstaltungen und Projekten. Darin subsumiert sind sowohl Veranstaltungen die als reiner Event deklariert waren (71.234 Besuche) als auch Schulprojekte, unabhängig von den Angeboten im Offenenganztag (30.448 Besuche), Konfirmandenprojekte (28.521 Besuche),  Spirituelle Mehrtagesveranstaltung (22.910 Besuche) und Sonstige mit 404.218 Besuchen, denen wohl auch alle angebotenen Gottesdienste zugeschrieben werden können.

Ehrenamtliche
Erstmals gibt es nun auch verbindlich Auskunft darüber, wie viele, überwiegend junge Menschen, sich ehrenamtlich bei der Evangelische Jugend in Westfalen engagieren. Die beachtliche Zahl von 16.500 entspräche immer hin etwa der Einwohnerzahl der ostwestfälischen Stadt Kirchlengern.
Besonders Ehrenamtlichen komme im Jugendverband eine besondere Bedeutung zu, so Bußmann. So viele und gleichzeitig qualitativ hochwertige Angebote könnten nur mit Hilfe von Ehrenamtlichen geboten werden. Gleichzeitig sei es dafür aber notwendig entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen und Felder eigenverantwortlichen Handels zu bieten, sowie hauptberufliche Begleitung, die dieses langfristig sicherstelle. Nur so bleibe das Interesse an einem Engagement ungebrochen.

Weit mehr als nur Zahlen
Der Kinder- und Jugendbericht der Jugendkammer hat das Anliegen, weit über quantitative Erhebungen hinaus, das in aller Kürze zu beschrieben, was Alltag Evangelischer Kinder- und Jugendarbeit ausmache, so die Verantwortlichen. Auf den 64 Seiten  sind neben den Ergebnissen der Erhebung in den Kirchen, Werken und Verbänden, deshalb auch die relevanten Handlungsfelder des Arbeitsbereiches in einem Dreischritt von Selbstverständnis, Praxisbeispiel sowie Herausforderungen und Zeitansagen beschrieben.
Das erste Kapitel enthält zudem grundsätzliche Informationen wie Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen heute, was Kinder- und Jugendarbeit eigentlich ist und was das besondere Evangelische Kinder- und Jugendarbeit darstellt.
Damit soll die Veröffentlichung „Glauben leben lernen“ allen innerhalb der EKvW auch Anregungen zu Konzeptions- und Strukturentwicklung geben.
Die letzte so grundlegende Veröffentlichung zu Inhalten des Arbeitsfeld Evangelischer Kinder- und Jugendarbeit erschien bereits im Jahr 2000 unter dem Titel „Unterwegs im Namen des Herrn. Positionen, Ziele, Perspektiven Evangelischer Jugendarbeit“.

Der Bericht wird in den nächsten Tagen innerhalb der Strukturen der Kinder- und Jugendarbeit Westfalens versendet.
Interessierte erhalten den Bericht kostenfrei gegen Portogebühren beim:
Amt für Jugendarbeit der EKvW
Monika Kahl
Tel.: 02304/755- 180
monika.kahl(at)afj-ekvw.de

Die Jugendkammer der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) ist das oberste Beschluss fassende Gremium des Jugendverbandes "Evangelische Jugend von Westfalen". Zu den Mitgliedern gehören die Jugendarbeit der Kirchenkreise und Gemeinden der EKvW und die Jugendverbände CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen - Westbund),  VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder), EC (Entschieden für Christus), eSw (Evangelische Schülerinnen und Schüler Arbeit in Westfalen e.V.), LJV (Landesjugendvertretung), Landeskirchliche Einrichtungen (Amt für Jugendarbeit, Dienst an Schulen etc.) innerhalb der räumlichen Grenzen der EKvW. Die Jugendkammer vertritt damit die Interessen von 150.000 Kindern und Jugendlichen in Westfalen.

 

03.06.2012