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Neues Gesicht für die Offene Arbeit

Am Donnerstag den 02. März hat die “Staffelübergabe” der Vorsitzenden der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft der Offenen Türen in NRW (ELAGOT-NRW) in Düsseldorf stattgefunden. Nach 28 Jahren kontinuierlicher Arbeit als Vorsitzender der ELAGOT-NRW wurde Willi Liebing (64, Steinfurt) an diesem Tag von 120 Trägervertretern, ehemaligen Wegbegleitern und Vertretern aus der Politik verabschiedet. Liebing übergab den Vorsitz nach einer einjährigen Übergangszeit an den 31-Jährigen Sebastian Richter aus Fröndenberg-Frömern...

Neu im Amt - Sebastian Richter Quelle: Zarah Gersdorf

Der Landesjugendpfarrer der Evangelischen Kirche von Westfalen, Udo Bußmann, würdigte das nachhaltige und verlässliche Engagement Liebings, der sich mit viel Herz und Verstand für die Belange der Träger der Offenen Kinder und Jugendarbeit der Evangelischen Kirchen in NRW eingesetzt habe.
“Ich denke wir haben es zu großen Teilen meinem Vorgänger zu verdanken, dass die Politik in NRW zunehmend den Wert der offenen Arbeit erkannt hat. Daran möchte ich gerne anknüpfen und meinen Teil tun, um die Offene Arbeit weiterhin zu stärken”, wertschätzte auch Richter die Arbeit Liebings.
Anlässlich des Führungswechsels in der Offenen Arbeit referierte Professor Benedikt Sturzenhecker von der Universität Hamburg zum Thema Offene Kinder- und Jugendarbeit und Demokratie.  Dieser betonte in seinem Vortrag, dass Demokratie in erster Linie eine Form des Zusammenlebens und der gemeinsamen und miteinander geteilten Erfahrung sei.  Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ermögliche diese Erfahrungen,  wie es sonst keine Sozialisationsinstanz - weder Kindergarten, noch Schule, noch das Elternhaus – vollbringen könne. „Dies ist eine wichtige Kernkompetenz und mehr noch: im Grunde genommen ein Alleinstellungsmerkmal dieses Arbeitsbereiches!“, hob Sturzenhecker die Bedeutung der Offenen Arbeit hervor.

  „Diese Botschaft müssen wir noch stärker öffentlich bekannt machen. Die Kolleginnen und Kollegen in den Offenen Einrichtungen machen eine wertvolle Arbeit und müssen dabei von allen kirchlichen Handlungsträgern wieder stärker gefördert und unterstützt werden, in Form von Rahmenbedingungen und Finanzmitteln. Dies wird weiterhin unsere gemeinsame Aufgabe für die Zukunft sein!“, skizzierte Richter den Weg der ELAGOT-NRW für die nächsten Monate.

 

Die „Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft Offene Türen in Nordrhein-Westfalen“ ELAGOT-NRW wurde 1963 gegründet und ist der Zusammenschluss der Träger von evangelischen Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen in NRW. Sie verknüpft und fördert  die unterschiedlichen Aufgaben der Offenen Arbeit und vertritt auf Landesebene die jugendpolitischen und fachlichen Interessen von Trägern und Einrichtungen. Sie begleitet, beantwortet Fragen und veranstaltet Fachtage zur Fort- und Weiterbildung. Die ELAGOT-NRW vertritt rund 500 Einrichtungen in NRW und setzt sich damit für die Interessen von rund 500.000 Kinder- und Jugendlichen in NRW ein.